1 – Wenn ich gleich kein Schatz nicht hab’,
Will schon einen finden,
Geh’ das Gässlein auf und ab,
Geh’ das Gässlein auf und ab,
Bis an die Linden.
2 – Als ich an die Linde kam,
Sass mein Schatz darneben :
« Grüss dich Gott, herzliebster Schatz,
Wo bist du gewesen ?
3 – – Schatz, wo ich gewesen bin
Darf ich dir wohl sagen,
War in fremde Lande hin,
Hab gar viel erfahren.
4 – Sah am Ende von der Welt
Wie die Bretter passten,
Noch die alten Mondehell,
Alle in dem Kasten.
5 – Sie sah’n wie zerbrochne Schüsseln aus,
Sonne kam gegangen ;
Als ich daran nur gerührt,
Brannt’s wie glüh’nde Zangen.
6 – Hätt’ ich einen Schritt gethan,
Hätt’ ich nichts mehr funden ;
Sage nun, mein Liebchen an,
Wie du dich befunden ? –
7 – « Ich befand mich in dem Thal,
Sassen da zwei Hasen,
Frassen ab das grüne Gras,
Bis zum dürren Rasen.
8 – In der kalten Winternacht
Liesest du mich sitzen,
Meine schwarzbraune Äugelein
Mussten Wasser schwitzen.
9 – Darum reis’ in Sommernacht
Nur zu alter Welt Ende,
Wer sich gar zu lustig macht
Nimmt ein schlechtes Ende.
Ajouté à la base le 12 décembre 2022
Par : Daniel Muringer
Trouvable dans « Chansons Populaires d’Alsace », J-Baptiste Weckerlin, p. 172
Collecte réalisée à nouveau par Daniel Muringer pour OLCA (Office pour la langue et les cultures d’Alsace), site Sàmmle
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