1 – Es liebten zwei im Stillen sich,
Sie liebten sich herz inniglich.
Die Lieb die war so inniglich,
Das Schicksal traf sie fürchterlich.
2 – Der Jüngling wollt auf Reisen gehn,
Das Mädchen blieb ganz traurig stehn,
Die Mutter sprach : « Ach, liebes Kind,
Du weinest dir die Äugelein blind. » –
3 – « Ach Mutter, ich hab zwar keine Not,
Ich wünsche mir schon längst den Tod.
Für mich gibt’s keine Rettung mehr,
Ach, wenn ich nie geboren wär’ ! »
4 – Die Mutter merkt sich jedes Wort,
Sie schrieb dem Bräutigam an seinen Ort :
« Wenn du nicht kehrest gleich zurück,
So kommst du um dein Erdenglück. »
5 – Der Jüngling kehrte bald zurück,
Er gab dem Liebchen seinen ersten Blick,
Er wusste nicht, wie ihm geschah,
Als er sein krankes Liebchen sah.
6 – Er schloss sie sacht in seinen Arm
Und küsste sie so herzlich warm.
Sie flüstert ihm ganz leise zu :
« Jetzt geh ich ein zur ewgen Ruh. »
7 – Die Rosenwangen wurden weiss,
Ihre zarten Hände kalt wie Eis.
So demutsvoll, so engelrein
Schlief sie in seinen Armen ein.
8 – Er kaufte sich ein schwarzes Kleid
Und trug darin die Traurigkeit,
Er trauert um sie ein ganzes Jahr,
Bis dass sie ganz vergessen war.
Ajouté à la base le 16 janvier 2023
Par : Daniel Muringer
Trouvable dans « Das Volkslied im Elsass », Joseph Lefftz, vol. 1, page 83.
Collecté à Erkartsweiler en 1913.
Collecte réalisée à nouveau par Daniel Muringer pour OLCA (Office pour la langue et les cultures d’Alsace), site Sàmmle
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