1 – Es wollt ein Mann in seine Heimat reisen,
Er sehnte sich nach seinem Weib und Kind,
Er musste einen finstern Wald durchreisen,
Bis plötzlich ihn ein Räuber überfiel.
2 – « Gib mir dein Geld, dein Geld, du bist verloren,
Ich morde dich, so wahr ich Räuber bin. » –
« Mein Geld, mein Geld, das kann ich dir nicht geben,
Ich öffne dir von selber meine Brust. »
3 – Der Räuber blieb ein Weilchen vor ihm stehn
Und sah auf die, auf die entblösste Brust :
« Ich seh das Bild von meiner seligen Mutter,
Verzeihe mir, dein Bruder steht vor dir.
4 – Seit zwanzig Jahren bin ich hier gewesen
Und zog in diesem finstern Wald umher. »
Drauf küssten sie, drauf küssten sie sich beide ;
« In unsrer Heimat wird es besser gehn. »
Ajouté à la base le 9 janvier 2023
Par : Daniel Muringer
Trouvable dans « Das Volkslied im Elsass », Joseph Lefftz, vol. 1, page 151
Collecté à Wimmenau en 1870.
Collecte réalisée à nouveau par Daniel Muringer pour OLCA (Office pour la langue et les cultures d’Alsace), site Sàmmle
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