1 – Es wohnt am Seegestade
Ein armes Fischerpaar ;
Der Eltern höchste Freude
Ein holder Knabe war.
2 – Am grünen Uferrande
Mit ihm die Mutter ruht,
Da plötzlich sank das Knäblein
Hinunter in die Flut.
3 – Doch rettend naht ein Engel
und trug mit sichrer Hand
Das Kindlein durch die Wogen
Hinüber an das Land.
4 – Da nahet hoch zu Rosse
Ein Herzog brav gesinnt,
Er sieht im duftigen Grase
Ein lieblich schlafend Kind,
5 – Schliesst es in seine Arme
Und trägt’s ins Schloss hinauf.
Zu Kunst und reinen Sitten
Zieht er das Knäblein auf.
6 – Doch, ach ! Nur wenige Jahre
Er Vaterglück geniesst,
Denn bald den edeln Herzog
Das kühle Grab umschliesst.
7 – Der Knabe war nun Ritter
Im stolzen Schloss zu Thann.
Einst kam am späten Abend
Ein armer Bettelmann.
8 – « Herr Ritter, ach Herr Ritter,
Gebt mir ein Stücklein Brot,
Denn alle meine Lieben
Entraffte mir der Tod ! » –
9 – « Ach Vater, lieber Vater,
Noch lebt dein treues Kind,
Es hat dich nicht vergessen,
Komm an mein Herz geschwind !
10 – Du sollst nun bei mir bleiben,
Bis dich der Tod einst ruft,
Dann leg ich deine Reste
In unsre Ahnengruft. »
Ajouté à la base le 17 janvier 2023
Par : Daniel Muringer
Trouvable dans « Das Volkslied im Elsass », Joseph Lefftz, vol. 1, page 93
Collecté à Preuschdorf en 1926.
Collecte réalisée à nouveau par Daniel Muringer pour OLCA (Office pour la langue et les cultures d’Alsace), site Sàmmle
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