1 – Es wohnt ein Pfalzgraf überm Rhein,
Der hat drei schöne Töchterlein.
Die eine zog ins Bayerland,
Die zweite zog ins Steyerland.
2 – Die dritte zog vor der Schwester Tür
Und klopft so leise wohl an die Tür.
« Wer ist denn draussen vor meiner Tür
Und klopft so leise an die Tür ? » –
3 – Es ist ein Mädchen so hübsch und fein,
Es möchte gerne Dienstmagd sein ! »
Und als es diente ein halbes Jahr,
Und als es krank zu Bette lag :
4 – « Ach Kind, ach Kind, wenn du krank willst sein,
So sag mir, wer deine Eltern sein. » –
« Mein Vater ist Pfalzgraf in der Nähe am Rhein,
Meine Mutter ist Königs Töchterlein. » –
5 – « Ach Kind, ach Kind, hättst du’s schon längst gesagt,
Dass du meine jüngste Schwester bist ! » –
« Wenn du’s nicht glauben willst, so lies es doch !
An meinem Koffer steht es noch. »
6 – Und als sie es gelesen hat,
Da trocknet sie ihre Tränen ab.
« Ach Kind, ach Kind, hättst du’s schon längst gesagt,
So hätt ich dir Samt und Seide gebracht ! » –
7 – « Ich will kein Samt und ich will kein Seid,
Ich will ein schneeweisses Totenkleid. »
Und als man sie zu Grabe trug,
Da gab es Kummer und Leid genug.
Ajouté à la base le 20 janvier 2023
Par : Daniel Muringer
Trouvable dans « Das Volkslied im Elsass », Joseph Lefftz, vol. 1, page 59.
Collecté à Limersheim en 1913.
Voir aussi : « es wohnt ein Pfalzgraf », collecté par François Wilhelm.
Collecte réalisée à nouveau par Daniel Muringer pour OLCA (Office pour la langue et les cultures d’Alsace), site Sàmmle
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